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Projektbeschreibung

Projektbeschreibung

EUROPÄISCHES FORUM. FRAUEN HEUTE. Auf den Spuren der Heiligen Elisabeth…
(Wolfgang Knappe)


Die Vorgeschichte
Anlässlich einer Ausstellung - KUNST als BRÜCKE - im ungarischen Eger im Mai 2003
mit Werken der ungarischen Avantgardekünstler Gyula Pap, Lajos Kássak und Sándor Bortnyik aus der Sammlung Dr. Fritz Hellersberg, machte mich Frau Dr. Löffler Erzsébet,
Leiterin des Bischöflichen Museum und der Bibliothek, auf Sárospatak, den Geburtsort der ungarischen Königstochter Elisabeth, die 1211 vierjährig nach Thüringen kam, gerade einmal 24jährig in Marburg verstarb und 1235 heilig gesprochen wurde, aufmerksam. Der anschlie-ßende Besuch in Sárospatak brachte mich und meine Frau Mandy mit Frau Dr. Dankó Katalin, der Direktorin des Ungarischen National- und Rákóczimuseums, und Herrn Bálint Béla, dem Direktor der Kunst- und Musikschule „Farkas Ferenc“, zusammen. Aber da war mir schon klar, dass ich mich mit dieser Frau von hohem Anspruch und großer Nachhaltigkeit intensiver beschäftigen würde. Die hl. Elisabeth übt auf mich eine besondere Faszination aus als ein glaubhaftes Gegenbeispiel in unserer von grassierendem Egozentrismus geprägten Zeit.

Frau Christine Lieberknecht, Vorsitzende des Kuratoriums der Maria Pawlowna Gesellschaft, die Konrad Adenauer Stiftung Erfurt und ich luden Anfang November 2004 Persönlichkeiten aus Eger, Sárospatak, Marburg und Thüringen zu einer Konferenz auf Schloß Kromsdorf - „Wie weiter nach dem Maria Pawlowna Jahr 2004?“ - ein. Die Ergebnisse fasste ich Tage später zu einer umfangreichen Konzeption - „Chancen 2007. Hl. Elisabeth – Anna Amalia – BUGA“ - zusammen und begab mich, dafür werbend, gemeinsam mit Wolfgang Schmidt auf den Weg zu Persönlichkeiten und durch die Instanzen, die wir zu gewinnen beabsichtigten…

In diese Zeit fällt auch der Besuch von Susanne Kloiber aus Göttingen, die mir auf Anregung von Gisela Angermann ihre Foto-Ausstellung „GÖ-TE“ vorstellte mit dem Ersuchen, dieselbe im Schloß Kromsdorf zu zeigen, was Ende Januar 2005 erfolgte. Die Grafikerin Britta Rost, die zusammen mit Frau Kloiber die Ausstellung hängte, sprach dieselbe an, auch etwas zur hl. Elisabeth zu machen… - am besten, sie wenden sich an Herrn Knappe…
So fragte ich Frau Kloiber kurz und bündig, ob sie nicht Lust hätte, sich mit mir auf die Spuren der hl. Elisabeth zu begeben, Frauen in verschiedenen europäischen Ländern zu treffen, dieselben fotografisch festzuhalten, daraus Ausstellungen zu machen und wiederum nach dem bereits seit Jahren erprobten Projektprinzip - KUNST als BRÜCKE - verschiedene Aktivitäten anzustoßen, Synergien zu erzeugen, dauerhafte auf die Nächstenliebe und das Gemeinwohl gerichtete Netzwerke in unterschiedlichen Lebensbereichen zu schaffen. Susanne Kloiber sagte zu, die Realisierung einer Idee begann, in die im Laufe der Entwicklung zahlreiche neue Kooperationspartner eingebunden werden konnten…

Die Idee
Die heilige Elisabeth, deren Geburtstag sich 2007 zum 800. Mal jährt, zählt zu den herausragenden Frauenpersönlichkeiten der europäischen Geschichte. Überall löst allein die Nennung ihres Namens positive Resonanz aus. Wofür steht sie? Was hat sie uns heute zu sagen? Was ist das Bleibende ihres Denkens und Wirkens?
Gibt es Frauen, die Assoziationen an die hl. Elisabeth wecken? Frauen, die ein eigenes Credo haben, das auf die Nächstenliebe, auf das Gemeinwohl gerichtet ist und die fest in ihrem Glauben und in ihrer Überzeugung sind? Lebt somit der Lebensanspruch der hohen Heiligen?
Frauen sollten in verschiedenen Ländern aufgesucht, im Bild, in der Fotografie, festgehalten und nach Ihrem Lebenselixier - zu einem einzigen Satz verdichtet - befragt werden.
Diese Frauen sollten für die Aufnahmen eine Rose in der Hand halten, als verbindendes Element, nicht aber in der Absicht, die hl. Elisabeth auf das Rosenwunder zu reduzieren.
Die Fotografien und die Bildunterschriften, die außerdem Name, Beruf und Ortsansässigkeit verraten, sollten zu Ausstellungen zusammengestellt werden, die an möglichst vielen Orten
in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum in Europa kursieren.
Die Gespräche mit den Frauen, die Fotografien, die Ausstellungen ordnen sich einem dienenden Zweck unter, nämlich solidarische Netzwerke zu schaffen, aus denen weitere Verbindungen und Aktivitäten erwachsen. Das Projekt setzt auf Kontinuität.

Konzept für die Fotos & Interviews
Kernstück des Projektes ist das Aufsuchen von Frauen, die Assoziationen zur hl. Elisabeth wecken, mit ihnen über ihr Leben zu sprechen, sie fotografisch „festzuhalten“ und den für sie wichtigsten Leitsatz zu erfragen. Hierfür wurde vereinbart, dass die Gespräche in der Regel von Frau zu Frau geführt werden. Die Frauen sollten verschiedenen Alters, verschiedener Herkünfte und Berufe sein. Eine Bindung an eine Religion wäre kein Auswahlkriterium.
Etwa 100 Frauen sollten für das Projekt gewonnen werden, einen Großteil kannten Susanne Kloiber oder ich teils über Jahre, wiederum andere wurde von den bereits bekannten Frauen empfohlen. Mit Frau Dr. Margarete Löffler wurde der erste Termin vereinbart. Frau
Dr. Löffler dolmetscht trotz ihres hohen Alters noch immer die Sommerfilmuniversität Eger und ist stolz, ihr Wissen und ihre Erfahrung an ihre Schüler weiter geben zu können.
Frau Dr. Löffler bin ich das erste Mal 1983 begegnet, sie ist keine Dolmetscherin schlechthin, viel mehr ist sie Mittlerin zwischen verschiedenen Sprachen und Kulturen. Im Juni 2005 fuhren Susanne Kloiber von Göttingen, Dr. Fritz Hellersberg und seine Gattin von Heppenheim und ich von Weimar zur Ausstellungseröffnung KUNST als BRÜCKE nach Esztergom. Esztergom, die Wiege Ungarns, sollte auch die erste Ausstellungsstation für EUROPÄISCHES FORUM. FRAUEN HEUTE. Auf den Spuren der hl. Elisabeth werden.
Auf dem Weg dorthin machte Susanne Kloiber Station in Prag, Brno und Bratislava und begegnete spontan dort den ersten Frauen. Als weitere wesentliche Station nach Eger war Sárospatak vorgesehen. So sollte der „Ball ins Rollen“ gebracht werden… Fotos und Bildunterschriften würden gerahmt. Ausstellungen mit durchschnittlich 40 Bildern, die durch möglichst viele Orte in Europa, bekannten, aber auch solchen, von denen wohl kaum jemand außerhalb der jeweiligen Region je etwas gehört hat, wie Borsi in der Slowakai oder Szurdokpüspöki in Ungarn, kursieren sollten, würden erarbeitet und jeweils konkret für Anlass und Ort zusammengestellt. Jede Eröffnung würde einen speziellen Charakter tragen, bestimmt durch Ort und Programm. In die Ausstellungen würden u. a. ökumenische Andachten integriert. Über die Beteiligten wie die Ausstellungsorte mit ihren Vertretern und Gästen wüchse ein europäisches Netzwerk heran.

Anschlussprojekte

In der Erarbeitung befindet sich das Anschlussprojekt
EUROPÄISCHES FORUM. MÄNNER HEUTE. Mensch bleiben… 2008

EUROPÄISCHES FORUM. FRAUEN HEUTE. 1989 – 2009.
Geplant sind längere Frauenprotokolle - Maxi Wander stand Pate



 
 
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